Der Hund im Alltag

Alleine bleiben will gelernt sein

Seit Barnys 3. Lebensmonat übten wir mit ihm, damit er keine Angst vor dem Alleinesein entwickelt.

Da Hunde nicht überall erwünscht sind, wollte ich sichergehen, dass er  nicht leidet, solange ich weg bin,  sondern die freie Zeit entspannt für sich nutzt  (schlafen, essen, spielen - was ein Hund so macht   )

 

Gerade für Welpen ist das getrennt sein vom Rudel sehr schlimm, da sie sich schnell in existentieller Not sehen - ist ja klar, wer beschützt sie oder gibt ihnen Futter, wenn Frauchen aus dem Hause ist?! Und woher soll ein Welpe wissen, dass sie auch wirklich wiederkommt?

 ...

Damit Barny nicht panisch wird, haben wir damit begonnen mehrfach am Tag die Tür hinter uns zu schließen (es musste nicht die Haustür sein) und sofort wieder rein zu kommen. Nach und nach, steigerten wir uns, wir blieben 10, 20, 30 Sekunden  in einem anderen Raum. Wenn er nicht fiepte, kamen wir wieder rein.

Es ist ganz wichtig, dass man nicht in den Raum kommt, weil der Kleine fiept, dadurch hätte er gelernt, dass er sich nur bemerkbar machen muss, um Frauchen wieder zu sich zu holen.

Auch gab es vor dem "Abschied"  und bei der "Wiederkehr"  keinerlei Beachtung für den Hund.Das war wirklich schwer, weil man so ein kleines Fellknäuel ja nur zu gerne beruhigen oder bespaßen möchte.

ABER: Barny sollte lernen, dass es kein besonderes Ereignis ist, wenn ich aus dem Raum gehe - es ist genausowenig spannend, wie wenn ich esse oder auf dem Sofa sitze und mich unterhalte.

Wenn ich jetzt aus dem Hause gehe haben wir ein kleines Ritual:

Barny merkt schnell, wenn ich die Wohnung verlassen muss. Er ist dann wie ein kleiner Aufseher, der jeden Schritt bis zur Tür beobachtet. Nachdem ich mich ausgehfertig gemacht habe, mache ich ihm das Radio an, damit er die Geräusche im Flur weniger mitbekommt. Dann gehe ich zu seiner Schublade in der Küche und hole einen Kauknochen (zur Zahnpflege), welchen ich ins Schlafzimmer werfe. Barny weiß genau, dass ich die Wohnung verlasse, während er den Knochen holt.

Es ist okay für ihn - es verstekt den Knochen, isst ihn manchmal auch. Wenn ich wieder in die Wohnung komme, liegt er meist auf dem Sofa und schaut mich schlaftrunken an. Nach ein bis zwei Minuten wird dann gekuschelt

 

 

Heute morgen verließ ich die Wohnung mit einem schlechten Gewissen, da er 6 Stunden alleine sein würde. Als ich zur Tür ging beobachtete er mich wie sonst auch. Anstatt jedoch auf den Knochen zu warten, drehte er sich um, lief ins Schlafzimmer und begann mit seinem Stoffhund zu spielen.

Als ich ein wenig irritiert um die Ecke schaute, blickte er mich an, nach dem Motto: "Was machst du denn noch hier? Geh schon, ich hab jetzt zu tun"

 

 Besser gehts nicht, oder?

2 Kommentare 22.5.12 22:16, kommentieren

Zeichen zur Orientierung

In meinen folgenden Beiträgen werde ich viele selbst gesammelte Erfahrungen erzählen.

Ich werde oft begründen, warum ich wie mit Barny umgehe. Auch werde ich erlesenes Wissen, sowie Wissen aus der Welpenschule und anderen Herrchen/Frauchen aus dem Park mit in meinen Blog einbeziehen.

Diese Passagen kennzeichne ich mit einem:  

Das was ich poste ist immer nur eine Möglichkeit, für die ich mich entschieden habe. Meiner Meinung nach muss jeder für seinen Hund selbt entscheiden was die beste Art der Kommunikation ist.

 Was ich blogge, entscheide ich spontan, es wird meist aus einem Schüsselerlebnis des jeweiligen Tages resultieren, welches ich mit Freuden vorher oder im Anschluss schreiben werde.

Die Anekdoten von mir und meinem kleinen Freund markiere ich mit:

1 Kommentar 22.5.12 22:07, kommentieren

Das ist Barny


 

Bevor ich euch aus unserem Leben erzähle, stelle ich euch meinen kleinen Hauptdarsteller erstmal vor:

Name: Barny

Geschlecht: männlich

Geboren: Ende August 2010

Rasse: Yorkshire Terrier (und evtl. Bolonka (Mix))

Größe: 25 cm (Schulterhöhe)

Bei mir: seit Anfang Dezember 2010

Ausbildung: Welpenschule

Barny hat den typischen Dickkopf eines Terriers. Er hört meistens sehr gut, hat jedoch Phasen, in denen er sich gerne mal Zeit lässt bevor er beschließt auf mich zu hören.

Er ist zu jedem Hund freundlich, hat aber oft Angst vor Männern.

Obwohl er so klein ist, genießt er lange und aktive Spaziergänge, auch wenn ich joggen gehe, kommt er gerne mit.

1 Kommentar 21.5.12 14:55, kommentieren

Willkommen

Hallo und willkommen auf meinem Blog

im Anschluss an mein internes Wiki über Hunde werde ich hier etwas aus meinem Leben mit meinem kleinen Freund Barny bloggen.

Einen Hund zu haben bedeutet diesen auch vollkommen in sein Leben zu integrieren. Seit Barny und ich uns kennen, vergeht kein Tag an dem ich nicht plane was ich mache, wo Barny mitkommen kann und wenn nicht, wie lange er alleine ist oder wer sich um ihn kümmern kann.

Ich muss regelmäßig Futter kaufen, für frisches Wasser sorgen, sein Fell und seine Zähne pflegen und natürlich jeden Tag mit ihm nach draußen gehen. Auch regelmäßige Tierarztbesuche zählen zu den Pflichten, die ich niemals vergessen darf.

 In den kommenden Beiträgen werdet ihr einen Einblick bekommen, was man erlebt, wenn man einen kleinen Vierbeiner zu sich ins Haus holt. Dazu zählen wahrscheinlich viele schöne, aber auch einige nicht so schöne Erlebnisse.

2 Kommentare 21.5.12 14:36, kommentieren

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